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29. Sitzung: Umsetzung des Beschlusses des Landtages Brandenburg „Zukunft des Wassertourismus in Brandenburg sichern“

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr verehrte Gäste!

Die touristische Hauptsaison hat begonnen, und wenn wir alle einmal ein paar Schritte zur Havel hinuntergehen, können wir viele Leute auf Tretbooten, in Ruderbooten oder auch auf motorisierten Fahrzeugen sehen. Der magischen Anziehungskraft des Wassers kann sich kaum jemand entziehen.

Die touristischen Zahlen 2015 - Herr Gerber hat sie kurz erwähnt: 12,5 Millionen mit enormen Steigerungen - greife ich auf und möchte kurz darstellen: Woher kommt denn das Wachstum und wo halten sich die Touristen auf? Die drei stärksten Reisegebiete des Landes identifizieren sich alle mit dem Element Wasser. Da ist an erster Stelle das Seenland Oder-Spree, erst an zweiter Stelle folgt der bekannte und berühmte Spreewald und an dritter Stelle schon das Ruppiner Seenland, mit immerhin 1,5 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr. Das heißt, mit 5,3 Millionen oder - anders ausgedrückt - mehr als 42 % der Gesamtübernachtungen haben diese drei von 13 Reisegebieten ein ganz schönes Stückchen zum Kuchen beigetragen, und das gilt es, meine sehr verehrten Damen und Herren, weiter zu stärken, weiter auszubauen.

Nirgendwo gibt es mehr Seen, Flüsse und Kanäle als hier, vor den Toren der größten märkischen Stadt, Berlin; in Zahlen: 33 000 km Fließgewässer und 3 000 Seen. Es ist bereits erwähnt worden: Ein Schwerpunkt im Landestourismuskonzept ist deutlich der Wassertourismus.

Die weitere Entwicklung des Wassertourismus ist somit ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Entwicklung der insbesondere etwas entfernter von Berlin liegen Regionen. Schön wäre es - das Wassertourismuskonzept des Bundes oder das Bundesprogramm Blaues Band wurden genannt -‚ wenn wir an dieser Stelle etwas vorankämen. Aber, Herr Bommert, ich habe Sie gerade so verstanden, dass Sie sich mit Herrn Gerber ein Stück weit verabredet haben und die Koalition auf Bundesebene da ein Stück weit unterstützen wollen. Da bin ich guter Dinge.

(Vereinzelt Beifall DIE LINKE und SPD)

Aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, es geht natürlich nicht nur um die touristische Entwicklung, sondern wir reden auch über die Bedeutung für die Binnenschifffahrt. Wir reden über ökologischen und ökonomischen Warentransport. Wir reden über die notwendige Entlastung der staugeplagten und oftmals maroden Straßen und Brücken im Land. Es geht auch um Klimaschutz, es geht um Lärmreduzierung. Und, meine sehr verehrten Damen und Herren, viele Wasserstraßen liegen auch an Regionalen Wachstumskernen. Somit ist auch deren Entwicklung mit dem Erhalt und dem Ausbau von Wasserstraßen ganz eng verbunden.

An der Stelle möchte ich daran erinnern: Wir haben hier noch nicht alle unsere Hausaufgaben erledigt, Stichwort Ersatzneubau der Schleusen Kleinmachnow und Fürstenwalde. Hier sind noch Aufgaben aus der vergangenen Legislaturperiode offen. Die Pflege der 600 km Landeswasserstraßen ist eine Aufgabe von Dauer. Bei den genannten Punkten - der Zusammenarbeit mit Polen oder der engeren Verknüpfung des Netzes mit Berlin - haben wir noch einiges zu tun.

Ich finde es richtig, dass wir im Antrag sagen, wir wollen die Wertschöpfung, die mit den Wasserstraßen, die mit dem Tourismus damit verbunden ist, etwas genauer er-fassen. Das heißt, dass wir prüfen wollen, inwieweit wir die Übernachtungsstatistik auf das Wasser ausweiten können.

Ich komme zum Schluss. Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir sind auf gutem Wege, aber es gibt noch viel zu tun. - Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.