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72. Sitzung: Erstes Gesetz zur Änderung des Brandenburgischen Vergabegesetzes

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Verehrte Gäste! Vielleicht bekomme ich kurz Ihre Aufmerksamkeit, damit wir gemeinsam einen Ausflug machen können. Digitales Brandenburg, was ist das denn? Sie sitzen alle vor Ihren elektronischen Geräten. Vielleicht tippen Sie einfach mal „www.reiseland-brandenburg.de“ ein.
Wer mitmacht, sieht eine wunderschöne Maske vor sich, hinter der sich ein System aus 450 Regionen, Orten und Leistungsträgern des Tourismus hier in Brandenburg verbirgt. Dahinter stehen drei Datenbanken, ein Reservierungssystem, eine Veranstaltungsdatenbank und Tausende von Sehenswürdigkeiten des Landes.

Dieses landesweite Netzwerk ist im November vergangenen Jahres mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet worden, meine sehr verehrten Damen und Herren!

Ich möchte kurz aus der Laudatio vortragen:

„‚Endlich gelingt es einem Bundesland, wirklich landesweit konsistenten Qualitäts- Content bereitzustellen und maßgeschneidert für den Gast auszuspielen‘, würdigt die
Jury das Content-Netzwerk Brandenburg. ‚Das Digitalisierungsprojekt macht die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH zum verlässlichen Datenlieferanten für die
gesamte Destination. Der strukturierte und kooperative Prozess, der eine enorme Menge an kleinteiligen Daten und viele regionale Akteure einbindet, verdient den 1. Preis. Ein richtungsweisender Ansatz für ein Flächenland. Hut ab.‘“

Meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist Digitalisierung, das ist ganz praktische Digitalisierung. Schauen Sie sich das an, ich finde, hier wird Brandenburg hervorragend
präsentiert. Der Gast aus dem In- und Ausland bekommt auf einer Seite fast alle Informationen über das Reiseland Brandenburg.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ein weiteres Beispiel für die Digitalisierung in Brandenburg ist das Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg an der BTU in
Cottbus. Das ist aus meiner Sicht mehr als nur ein Vorzeigeprojekt. Die Kollegen aus dem Wirtschaftsausschuss haben sich bereits vor Ort angeschaut, was Herr Prof. Berger und sein Team dort vollbringen. Zum einen sehen Sie dort beispielhaft, wie Automatisierung, wie Digitalisierung in Fabriken funktionieren kann, und zum anderen haben Brandenburger
Unternehmen die Möglichkeit, einen Innovationsgutschein zu bekommen, um prüfen zu lassen, inwieweit ihr eigenes Unternehmen in den Bereichen Digitalisierung, effizientes
Arbeiten und weltweite Märkte verbessert werden kann. Das IMI ist aus meiner Sicht etwas, was wir die nächsten Jahre auf jeden Fall mit Landesmitteln unterstützen sollten, um dafür zu sorgen, dass uns dieses Projekt möglichst lange erhalten bleibt.

Ich danke auch der Verbraucherzentrale, die sich hier an uns gewandt hat. Frau Scherer hat uns mit Blick auf das vorliegende Dokument ja einige Dinge ins Stammbuch geschrieben. Ich möchte an drei Beispielen deutlich machen, dass sie hier den Finger sehr wohl in die Wunde legt: Es ist so, auf den etwas mehr als 100 Seiten des vorliegenden Dokuments fehlt oftmals die ganz klare Zeitschiene, bis wann was umgesetzt sein soll. Die geforderte Konkretisierung ist durchaus zu unterstreichen. Auch das Thema Marktüberwachung - in einer Welt, wo es nicht nur den Laden um die Ecke gibt, sondern wo wir uns zu einem Großteil über Onlineshops nicht nur informieren, sondern auch versorgen - spielt bis jetzt in der Digitalisierungsstrategie noch nicht die entsprechende Rolle. Auch hier, Frau Scherer, bin ich bei Ihnen: Das Thema Marktüberwachung sollte einen größeren Stellenwert haben.

Ich stimme Ihnen aber auch bei ganz praktischen Dingen zu: Mit dem Onlineticket bundesländerübergreifend mit dem Zug von A nach B zu reisen funktioniert beispielsweise
noch nicht. Digitalisierung ist ein Prozess, an dem alle mitwirken müssen. Es ist nicht möglich, dass wir heute ein fertiges Konzept auf den Tisch legen, sondern das ist etwas, was sich jeden Tag verändert. Das ist ein lebender Prozess. Da sind wir natürlich auf Hinweise von Ihnen und von außen angewiesen. Vielen Dank dafür. - Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und viel Spaß auf der Website www.reiseland-brandenburg.de.